Zahngesunde Ernährung für Kinder: Tipps für Eltern

Kind mit Apfel für gesunde Zähne

Wir brauchen unsere Zähne zum Beißen und zum Kauen, also für den Genuss im Leben. Was viele unterschätzen: Die Zähne sind auch wichtig für das Sprechen und natürlich für ein schönes Lächeln.

Als Eltern tragen Sie eine große Verantwortung, denn: Der Grundstein für gesunde Zähne bis ins hohe Alter wird in jungen Jahren gelegt. Nämlich dann, wenn Sie noch für die Zahnpflege Ihres Kindes verantwortlich sind. Zur Zahnpflege gehört die tägliche Zahnroutine, also das Zähneputzen morgens und abends, bis zum Grundschulalter durch Ihr Nachputzen optimiert. Zur täglichen Zahnpflege gehört aber auch die zahngesunde Ernährung für Kinder.

Wie wichtig eine gesunde Ernährung für die Zähne ist, wird häufig unterschätzt. Viele denken: Ich kann alles essen, wenn ich nachher anständig die Zähne putzen. Das stimmt leider nicht so ganz.

Vitamin D für die Zahnentwicklung

Eine zahngesunde Ernährung ist in erster Linie wichtig für die Zähne, die bereits im Mund stehen, aber auch für die Zähne, die noch im Kieferknochen gebildet werden. Die noch unfertigen Zähne müssen ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, damit sie sich wie gewünscht entwickeln. Wichtig ist in dieser Zeit das Sonnenvitamin D, das für die Einlagerung von Calcium und Phosphat in den Knochen mitverantwortlich ist. Außerdem regt es das Wachstum der Zähne an und unterstützt die Zahnhärtung. Kinder in Deutschland bekommen in der Regel ausreichend Calcium und Phosphat über eine ausgewogene Ernährung. Zudem erhalten die meisten Neugeborenen ein Vitamin-D-Präparat. Unterentwickelte Zähne aufgrund eines Vitamin-D-Mangels kommen in Deutschland deshalb so gut wie nie vor.

Warum Zucker schädlich ist

Ihre Verantwortung für die zahngesunde Ernährung Ihres Kindes beginnt mit dem Durchbrechen des ersten Zähnchens, weil bestimmte Lebensmittel dann Schäden verursachen können. Was die Zähne gar nicht mögen, ist Zucker, weil dieser in der Mundhöhle von Bakterien zu Säure abgebaut wird. Diese greift wiederum den Zahnschmelz an. Mineralien werden aus den Zähnen gelöst. Es entstehen Löcher, die auch als Karies bekannt sind. Mit der Zeit wird der empfindliche Milchzahn komplett zerstört. Besonders gefährlich sind klebrige Süßigkeiten, wie zum Beispiel Karamell oder Butterkekse. Sie haften lange am Zahn und dienen als Tummelplatz für die Bakterien.

Zahngesunde Ernährung für Kinder: Wo Zucker sich versteckt

Zucker steckt nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in anderen Lebensmitteln, zum Beispiel in Ketchup, Chips, Quetschies, Saftschorlen, Fruchtjoghurt oder Müsliriegeln. Besonders schädlich für die Zähne ist, wenn Zuckerflüssigkeiten gesaugt werden, weil der Zucker dann die Zähne umspielt. Das gilt auch für Quetschies. Füllen Sie in die Nuckelflasche möglichst nur Wasser oder ungesüßten Tee. Ab einem Alter von circa 12 Monaten sollte Ihr Kind lernen, aus einem Becher oder einer Tasse zu trinken.

Verlassen Sie sich nicht auf die Aufschrift „ohne Zucker “. Die Produkte sind dennoch gesüßt, zum Beispiel mit Glukose (Traubenzucker), Glukosesirup, Fruktose (Fruchtzucker), Laktose (Milchzucker) oder (Maltose). Alle diese Süßungsmittel tragen ebenfalls zur Förderung von Karies bei. Zahnfreundliche Süßigkeiten sind mit Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit oder Xylit gesüßt. Diese Stoffe werden nicht zu zahnschädigenden Säuren abgebaut.

Zahngesunde Ernährung für Kinder: Auf den Säuregehalt in Speisen achten

Zucker ist gefährlich für die Zähne, weil dieser in Säuren umgewandelt wird. Es sind also eigentlich die Säuren, die den Zähnen schaden. Das gilt auch für Säuren, die direkt verzehrt werden, zum Beispiel in Form von Cola, Essig, Zitrusfrüchten oder Fruchtsäften.

Eine fluoridhaltige Zahnpasta kann die Zähne vor Säureattacken schützen, da das Fluorid sich wie ein Schutzfilm um die Zähne legt. Darüber hinaus kann der Zahnarzt einen Fluoridlack auf die Zähne auftragen.

Was gut für die Zähne ist

Gut für die Zähne sind zuckerfreie Lebensmittel, die gut gekaut werden müssen, zum Beispiel Möhren oder Äpfel. Durch intensives Kauen wird der Speichelfluss angeregt. Dieser enthält Calcium und Phosphat. Das sind die Mineralien, die bei einer Säureattacke aus den Zähnen gelöst werden. Unsere Spucke kann die Zähne reparieren, indem der Zahnschmelz remineralisiert wird.

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